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Instadoping – Erfolgreich auf Instagram?

Die Tipps und Tricks mit denen gearbeitet wird um mehr Follower, Reichweite und Engagement zu bekommen.

Ich bin vollkommen unvoreingenommen und als absoluter Neuling zu Instagram gekommen. Ich hatte mich ein paar Jahre zuvor schon einmal angemeldet und ein paar Bilder hochgeladen, aber damit auch gleich wieder aufgehört und meinen Account stillgelegt. Dann vor ca. einem ¾ Jahr startete ich „The Bully Side Of Life“ und bin seit dem mit voller Begeisterung und Leidenschaft dabei.

An Instagram gefällt mir die einmalige Community und natürlich die tollen Bilder. Man kann sich so viel Inspiration holen und der Austausch ist grandios. Ich möchte es nicht mehr missen.

Wer tagtäglich seine Bilder hochläd und viel Zeit und Arbeit in seinen Account steckt, der freut sich natürlich auch darüber, wenn seine Bilder a) gesehen werden und b) gemocht werden. Und dies zeigt sich in der Regel durch Likes, Kommentare und Followers.

Der Algorithmus ist das Problem

Durch den Algorithmus wurde es gerade kleinen Accounts sehr schwer gemacht „sichtbar“ zu werden, denn die Bilder mit wenig Engagement (also Likes, Kommentare, Speicherungen) gehen in der Masse unter. Früher wurden die Bilder sortiert nach dem Hochladezeitpunkt angezeigt. Somit hatte man die Chance gesehen zu werden. Wer sich also bereits vor Jahren angemeldet hat, hatte Glück. Er wurde gesehen. Heute gibt es ein Ungleichgewicht, denn die großen Accounts genießen den Vorteil sichtbar zu sein, während kleine Accounts sich enorm darum bemühen müssen.

Das ist der Grund, warum die Leute „kreativ“ geworden sind und nach Möglichkeiten gesucht haben, den Algorithmus zu umgehen. Verständlich. Eigentlich.

Neu auf Instagram

Als Neuling auf Instagram wird man sehr schnell mit einigen Dingen konfrontiert. Dazu zählen u.a.:

  • Follow-Trains
  • Follow-Unfollow-Taktik
  • Unterstützergruppen
  • Instagramgruppen
  • Werbeschaltungen

Von all dem hatte ich keine Ahnung und auch keine Vorstellung. Aber ich bin ja von Natur aus ein neugieriger Mensch und somit habe ich in den ersten 3 Monaten experimentiert und nachgesehen, was hinter dem Ganzen steckt. Auf diese Art konnte ich mir eine Meinung bilden und entscheiden, was ich gut finde und was nichts für mich ist. Meine Erfahrungen möchte ich heute in diesem Blogbeitrag mit euch teilen.

Welche Strategien werden angewendet

Als ganz neuer Account ist man rückblickend richtig „blauäugig“ und hat keine Ahnung von manchen „Machenschaften“ auf Instagram. So machte ich relativ schnell ein paar frustrierende Erfahrungen. Dazu gehören für mich:

Follow Trains

Als ganz kleiner und neuer Account wurde ich rasch zu organisierten Follow Trains im großen Stil eingeladen, indem ich unter dem Bild markiert wurde. Follow Train? Was ist das?  Ich war neugierig.

Die Regeln lauteten, einen Kommentar zu hinterlassen, 3 Freunde zu markieren und jedem Account der hier kommentiert hat, zu folgen. Nachdem man auch selbst kommentierte, erhielt man somit viele, viele Follower auf einen Schlag, musste aber auch diesen selbst folgen. Also eine „Follow for Follow“ Strategie.

Ich war erst skeptisch, sah jedoch, dass ein Account den ich zu dem Zeitpunkt gerne mochte, an dem Follow Train teilnahm. Na gut, dachte ich mir. Probierst du es halt mal aus.

Insgesamt nahm ich hintereinander an 2 oder 3 solcher Follow Trains teil und meine Followerzahl stieg im ERSTEN MONAT auf 1.000 an!! Das  muss man sich mal vorstellen!! Ich dachte: „WOW! So viele Follower. Das ist ja unglaublich!“

Ich hab mich richtig gefreut. Bis ich dann auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde. Denn so ca. 2 Wochen danach konnte ich zusehen wie meine Followerzahl in den Keller rauschte. Mehr als die Hälfte war mit Sicherheit wieder verschwunden.

Ich dachte: „Oh Mann, das ist ja die volle Vera….!“ Ich realisierte, dass es viele Accounts gab, die über Follow Trains ihre Follower generierten, sich jedoch selbst alsbald wieder verabschiedeten. Meiner anfänglichen Freude über die steigende Followerzahl folgte Frust und Traurigkeit auf diese Masche hereingefallen zu sein.

Noch eines wurde mir klar:

Diese Menschen folgten mir nicht, weil sie meine Bilder mochten. Sie folgten mir nur, weil sie wollten, dass ich ihnen folgte. Und das war’s. Kein Austausch, keine Verbindung. Nein, das wollte ich nicht. Somit war diese Art von Follow Train für mich gestorben.

Allerdings möchte ich auch erwähnen, dass damals ein paar Accounts dabei waren, mit denen ich bis heute verbunden bin und mit denen mich eine tolle Instagramfreundschaft verbindet. Ich bin sehr froh und dankbar für diese tollen Menschen. Also… das gibt es auch, aber solche Accounts halten sich STARK in Grenzen.

Kleine Follow-Trains

Bei der kleinen Variante schließen sich ein paar Accounts zu einem Follow-Train zusammen. Hier sind die Regeln unterschiedlich. Manche sagen: „Folge jenen von uns, die dir gefallen.“ Andere sagen: „Folge allen genannten Accounts.“ Dafür wird zurückgefolgt, wenn den anderen dein Account gefällt oder manche bieten sogar an, die Accounts die ihnen gefallen in ihrer Story vorzustellen.

Das finde ich persönlich eine schöne Geschichte. Man findet so inspirierende Accounts und hat noch die Möglichkeit anderen vorgestellt zu werden. Ich habe bisher an 2 solcher Trains teilgenommen und an 1 selbst mitgewirkt, weil ich es als eine super Möglichkeit empfinde, neue inspirierende Accounts kennenzulernen. Ich handhabe es so, dass ich nur teilnehme, wenn mir auch alle genannten Accounts wirklich gefallen. Denn schließlich möchte ich ihnen nicht folgen, um ihnen dann später wieder zu entfolgen.

Follow-Unfollow-Strategie

Das führt mich zur Follow-Unfollow-Strategie die mir bis heute tagtäglich begegnet und die ich persönlich ziemlich mies finde.

Diese Strategie habe ich für mich nie angewendet. Allerdings gibt es SEHR viele Menschen da draußen, die diese Methode nutzen. Sie funktioniert so:

Man folgt wahllos und vor allem vielen Accounts auf einmal und hofft, dass diese zurück folgen. Das tun auch viele. Ein paar Tage später entfolgt man dann wieder.

Gerade viele kleine Accounts werden oft „Opfer“ dieser Taktik und ich persönlich finde das absolut nicht in Ordnung. Man muss sich vorstellen, dass sich JEDER über einen neuen Follower freut. Nur der Follower ist nicht wegen dem Interesse an DEINEM PROFIL da, sondern nur weil er von dir etwas will. Und zwar deine GEFOLGSCHAFT.

Hat er sie, ist er wieder weg. Wie mies ist das?

Für mich ist diese Taktik aus ethischen Gründen inakzeptabel und ich habe sie deshalb auch nie angewendet. Ich kann euch aber sagen, dass ich täglich um die 30 Follower verliere, die diese Strategie bei mir anzuwenden versuchen.

Unterstützergruppen

Relativ rasch wurde ich auf Instagram angeschrieben, ob ich nicht an einer Unterstützergruppe teilnehmen wollte. Ich dachte mir: „Ok, was ist das?“

Ich wurde aufgeklärt, dass ich mir die App „Telegramm“ herunterladen sollte. Diese ermöglicht es wie Whatsapp zu kommunizieren, ohne jedoch die Telefonnummer preis zu geben. Dort würde ich dann in eine Gruppe aufgenommen und könnte meine Posts immer bekannt geben. Alle Mitglieder würden dann zu meinem Post ein Like/Kommentar/Speichern da lassen.

Ich hatte überhaupt noch nie von dieser App gehört. Ich habe mir später sagen lassen, dass man sie nutzt um das wachsame „Auge“ von Instagram zu umgehen. Die angewendete und systematische Strategie soll so von Instagram unbemerkt bleiben, um keine Sperre zu riskieren.

Na gut, dachte ich, probieren wir das halt mal aus. Gesagt getan und schon war ich Mitglied in 2 Gruppen. Eine reine „Like-Gruppe“ und eine „Like+Kommentar-Gruppe“. Zu meiner Überraschung waren dort bestimmt zw. 100-200 Mitglieder, ich kann es nicht mehr genau sagen…

Die Regel lautete, jeder muss alle Posts der letzten 24 Stunden liken und kommentieren (mind. 4 Wörter) bevor er seinen eigenen Post einstellen darf. Natürlich waren nicht alle Mitglieder gleich aktiv, denn sonst wäre man ja nie mehr fertig geworden.

Ich hab das glaube ich ca. 2 Wochen gemacht, dann bin ich ausgestiegen. Warum fragt ihr? Schließlich hatte ich ja Unmengen an Likes und Kommentare bekommen und mein „Engagement“ und meine „Reichweite“ damit aufpoliert.

Weil es nicht ECHT war. GANZ EINFACH DESHALB.

Ich konnte mit diesem Gefühl nicht leben, dass ich Kommentare und Likes von Menschen erhielt, die sich nicht die Bohne für mein Bild interessierten. Postete ich ein Foto von Sissi, stand da: „Oh wie süß ist ER!“.

Schrieb ich einen tiefgründigen Text, so wurde darauf nicht Bezug genommen. Es war einfach nur oberflächlich.

Ja, mir ist klar, diese Gruppen dienen rein dazu, deine Reichweite und dein Engagement zu verbessern, um so sichtbarer zu werden, aber… nein… das war nichts für mich. Ich stieg aus. Im Laufe der Zeit habe ich immer wieder Anfragen für solche Gruppen erhalten, jedoch bin ich in keiner dieser Gruppen Mitglied und möchte es auch nicht sein. Die App Telegramm habe ich gelöscht.

Instagramgruppen

Instagram „erlaubt“ kleine Instagramgruppen von max. 10 Personen oder so. Diese Gruppen können direkt auf Instagram angelegt werden. Auch hierfür bekam ich Anfragen. Zeitgleich mit den o.g. „großen Unterstützergruppen“ wurde ich Mitglied in 2 Gruppen mit jeweils ca. 5-6 Personen, wobei zum Teil dieselben Personen drin waren. Die 1. Gruppe löste sich rasch auf, weil die Leute wenig bis gar nicht aktiv waren und aus der 2. Gruppe stieg ich ebenfalls nach kurzer Zeit wieder aus. Warum? Ich wollte ECHTES Interesse an meinen Bildern und keinen Gruppenzwang.

Auch hier bin ich heute mit einigen Mitgliedern noch freundschaftlich verbunden. Aber außerhalb einer Gruppe und ganz freiwillig. Heute liken und kommentieren wir, weil wir es wollen, nicht weil wir es müssen. Und das finde ich viel schöner. Denn es ist ECHT.

Ich möchte aber ergänzen, dass ich kleine Instagramgruppen nicht grundsätzlich ablehne.  Sie bieten einen „familiären“ Rahmen und man bekommt einen Bezug zu den Gruppenmitgliedern. Man baut eine Beziehung zu ihnen auf und somit sind die Kommentare auch nicht in der Art oberflächlich wie bei den großen Gruppen. Wenn man natürlich 10 solcher Gruppen gleichzeitig führt, wird man vermutlich in das Schema der großen Gruppen hinein rutschen.

Ich bin schon lange kein Mitglied mehr in einer solchen Gruppe, bekam jedoch erst vor kurzem wieder eine Anfrage für eine Instagramgruppe mit max. 8 Personen. Mit mir waren es 5 Personen von denen mir alle bekannt waren. Ich folgte allen bereits aus persönlichem Interesse und sie auch mir. Von daher wäre das für mich ok gewesen, denn wir waren so oder so schon miteinander im Austausch. Schlussendlich kam diese Gruppe in der Form jedoch nicht zustande.

Werbung schalten

Werbung ist eigentlich ganz normal und alltäglich. Jeder kann auf Instagram Werbung schalten und es ist auch eine gute Möglichkeit. Kennt ihr die gesponserten Beiträge die plötzlich in eurer Anzeigenleiste auftauchen? Das sind Werbeschaltungen. Viele machen das. Auch viele große Accounts.

Ich persönlich habe diese Möglichkeit noch nicht genutzt, dafür bin ich aber LEIDER auf eine andere Werbeschaltung hereingefallen. Umso besser, dass ich euch davon berichten kann. So könnt ihr wenigstens den Fehler nicht begehen.

Ich hatte mal gelesen, dass es die Möglichkeit gibt auf großen Accounts Werbung zu schalten, indem man für einen Repost bezahlt. Das bedeutet die Seite verkauft dir einen Platz in ihrem Feed für dein Foto. Eigentlich so, wie wenn man für eine Plakatwand bezahlt. Somit hat man die Chance, viele Leute zu erreichen und auf sich aufmerksam zu machen.

Die Gelegenheit bot sich, als ich beim Durchscrollen über ein Bild mit folgender Aufschrift stolperte:

„Want to be featured on our page? Message us!”

Ich wollte es einfach einmal ausprobieren und sehen ob und was das bringt. Also kontaktierte ich die Seite. Ich bekam folgende Antwort:

Das hier sind die Preise für 1 Post, für 2 Post, etc. Du wirst 200-300 neue Follower pro Post bekommen. Schick uns dein Foto und wir werden es auf unserer Seite teilen.

Ich habe also für 1 Post bezahlt und tatsächlich, das Foto ging online. Das war im August 2018. Es dauerte gefühlt keine Minute und die Follower strömten nur so herein. Ich war richtig perplex. Bei genauerer Betrachtung stellte sich heraus: Es handelte sich nicht um echte Follower, sondern um extra für diesen Zweck angelegte Fakeprofile.

Ich war echt entsetzt. Es war alles FAKE. Ich war der Meinung gewesen, wenn andere mein Bild im Feed sehen würden, würden mir jene folgen, die meinen Account gut finden. Anstatt dessen schickte mir die Seite gesteuert alles Fakeprofile zu mir rüber. Ja ist logisch, damit machen die ihr Geld. Die Leute denken: Wow, das bringt mir so viele Follower und kaufen den nächsten Post. Furchtbar. Richtig schlimm!!!

Ihr müsst euch jetzt mal vorstellen, wie viel Geld die damit machen!! Natürlich ist es meine Schuld, denn ich hätte aufmerksamer sein müssen. Diese Seite hat zwar pro Bild viele Likes aber keine Kommentare. Da weiß man schon, dass etwas faul ist. Mittlerweile habe ich schon zig solcher Seiten auf Instagram gesehen.

Aber es geht noch weiter. Vor kurzem, so Ende September 2018 dann, gab es bei meinen Followern einen enormen Absturz. Alle Fakeprofile waren auf einen Schlag wieder weg. Seht ihr jetzt was für ein System da dahinter steckt und wie hier Geld gemacht wird?

Ich bin SEHR froh, dass all diese Fakeprofile wieder weg sind. Niemals mehr mit mir!

 

Das waren also die mir bekannten Strategien für mehr Follower, Reichweite und Engagement auf Instagram

Gibt es noch mehr? Klar gibt es. Zum Beispiel den Kauf von Followern oder Likes.

Das ist für mich jedoch keine Gratwanderung mehr, sondern ein No-Go. Ich halte das für unethisch und inakzeptabel. Für mich daher keine Option.

Zum Abschluss die Frage:

„Funktionieren genannte Strategien? Wird man so erfolgreich auf Instagram?“
Ja, sie funktionieren und nein, man wird nicht erfolgreich.

„Aber wenn sie doch funktionieren, warum wird man dann nicht erfolgreich?“
Nun ja, es ist die Frage wie du ERFOLG für dich definierst.

Meine Antwort lautet: Du wirst nicht erfolgreich, weil es nicht ECHT ist.

  • Es wird keine „Beziehung“ aufgebaut, da echtes Interesse nicht vorhanden ist.
  • Kommentare werden geschrieben und Likes vergeben, weil das die Vorgabe der Gruppe ist
  • Deine echten Follower werden getäuscht
  • Deine Gruppenpartner werden forciert. Gleichbehandlung unter Followern? Ein Ungleichgewicht entsteht
Fazit

Nicht alles ist „schlecht“. Manches wie zB die kleinen Follow Trains können durchaus eine Inspirationsquelle sein. Ihr müsst selbst entscheiden. Nur durch Erfahrung lernt man dazu und entwickelt sich weiter. Ich bin jetzt 10 Monate online und seit 7 Monaten frei von o.a. Strategien (bis auf den Fail mit der Werbeeinschaltung). Ich habe das für mich so entschieden. Ich bin stolz darauf, dass alle meine Follower aus freien Stücken bei mir sind und nicht durch irgendwelche Strategien dazu bewogen wurden mir zu folgen. Ich freue mich über jedes Like, jeden Kommentar und jeden Follower, weil sie ECHT sind.

Klar, mein Account entwickelt sich dafür langsamer, aber er wächst und vor allem ist mir der Austausch mit meinen Followern sehr wichtig.

Ich hoffe mit meiner offenen Darstellung dessen, was sich auf Instagram so tut, all jenen die Erfahrung zu ersparen, die ich gemacht habe und zur Aufklärung beitragen zu können.

Mir ist auch bewusst, dass dieser Beitrag kontrovers aufgenommen werden könnte. Die einen werden überrascht sein ob der „Machenschaften“ auf Instagram und diejenigen die sie anwenden, möchten natürlich nicht daran erinnert werden. Die Sichtweisen der Menschen sind bekanntlich unterschiedlich und das ist auch in Ordnung so.

Warum schreibe ich diesen Beitrag trotzdem?

Weil es die REALITÄT ist. Die REALITÄT abseits der SCHEINWELT auf Instagram.

Ich möchte nicht anklagen, aber aufzeigen, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Versteht ihr? Viele verzweifeln daran und sind frustriert, weil bei ihnen nichts weitergeht und bei anderen scheinbar so viel.

Selbstverständlich wenden keinesfalls alle erfolgreichen Profile derartige Strategien an. Das möchte ich nicht sagen. Aber viele tun es.

Das ist so wie Doping im Radsport. Die einen trainieren hart und fleißig und werden dennoch von jenen übertrumpft, die ihrerseits – ihre auch oftmals harte und fleißige Arbeit – dopen.

Mir ist es egal, ob jemand genannte Strategien für sich nutzt oder anwendet. Jeder soll tun und lassen was er möchte und handeln wie er oder sie es für sich als gut empfindet. Ich möchte nicht darüber urteilen.

Ich bin mit einigen auf Instagram befreundet, von denen ich weiß, dass sie derlei Werkzeuge nutzen. Ich kümmere mich nicht weiter darum, denn schließlich bin ich nur für meinen Account verantwortlich und nur darüber habe ich mir Gedanken zu machen.

Nur weil sie diese Strategien nutzen, heißt das nicht, dass sie nicht guten Content produzieren. Vielmehr produzieren sie tollen Content und meinen trotzdem diese Strategien zu benötigen. Ich glaube sie würden es auch ohne schaffen.

Worum geht es eigentlich?

WARUM brauche ich den schnellen „Erfolg“ der über Followerzahlen und gefakte Kommentare und Likes definiert wird? Was will ich erreichen?

Das ist eine begründete Frage, oder?

Nochmal: Um was geht es dabei? Warum möchte man möglichst schnell wachsen?

  • Geht es um die Bestätigung des Selbstwerts? (Andere finden mich gut)
  • Sage ich mir selbst, dass ich den „Erfolg“ verdiene, weil ich so viel Arbeit investiere? (Und deshalb helfe ich nach)
  • Möchte ich tolle Kooperationen bekommen?
  • Möchte ich Geld verdienen?
  • Um was geht es eigentlich? Was ist die Motivation dahinter, wenn man solche Strategien anwendet?

Und noch viel spannender:
Glaube ich selbst an meinen „Erfolg“ wenn ich weiß, dass ich „instadope“?

 

Instagram nutzen

Nachdem wir das jetzt alles durchgeackert haben, kommen wir zu der Frage wie man Instagram abseits des Instadopings nutzen kann.

Kann man überhaupt Follower generieren auf „normalem“ Wege?

Ja.
Man kann.
Langsamer, aber dafür nachhaltiger.
Wie?

Die Antwort lautet: Seid aktiv. Interagiert auf Instagram. Liked andere Bilder, kommentiert andere Bilder, zeigt ehrliches Interesse und vor allem legt Wert auf ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Nehmt nicht nur, sondern gebt auch zurück. Schätzt die Arbeit des anderen wert. So entsteht Verbindung und Beziehung – Instagram ist schließlich ein soziales Netzwerk.

Was bekommt ihr für eure ehrliche mühevolle Arbeit?

ECHTE Follower, die mit euch in Verbindung treten.
Die Gewissheit, dass jedes Like und jeder Kommentar ECHT sind.
Ein gutes Gefühl.
Erfolg auf Instagram.

Alles Liebe,
Kerstin

 

 

2 Kommentare

  • Dave

    Liebe Kerstin – Ich bin per Zufall auf Instagram über dein Account gestolpert und so auf diesen Blog Post. Ich habe in etwa die gleichen Erfahrungen gemacht und finde es toll das jemand mal seine Meinung dazu äussert. Manchmal habe ich fast schon genug davon – aber irgendwie gehört es wohl zum Game eines Bloggers. Ich unterstütze deine Meinung aber voll und ganz. Alles andere ist nicht Nachhaltig. Herzliche Grüsse aus der Schweiz. Dave

    • Kerstin

      Hallo Dave!
      Ich freue mich, dass du das ähnlich siehst wie ich. Ich wollte das unbedingt einmal ansprechen, weil sehr viele Leute bzw. auch junge Leute echt „verzeifelt“ sind, weil scheinbar bei anderen so viel geschieht und bei ihnen selbst nicht. So vieles ist Fake und dadurch kann man sich vielleicht ein realistischeres Bild machen. Danke und ganz liebe Grüße zu dir in die Schweiz, Kerstin

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