Choices, Chances, Changes

Glück in innerer Zufriedenheit finden

„Glück in innerer Zufriedenheit finden“ ist Teil einer ganzen Blogreihe zum Thema „Glücksmomente für das ganze Jahr“. Was es damit auf sich hat, erfährst du hier.

Wie vielen Menschen bin ich schon begegnet, die so gar nicht mit sich im Einklang standen, unzufrieden, neidisch oder frustriert waren. Sie nahmen das selbst oftmals gar nicht bewusst wahr, aber für Außenstehende war es sonnenklar: dieser Mensch ist unzufrieden.

Ich hatte mal einen Kollegen, der durch und durch ein frustrierter Mensch war. Es war nicht zu übersehen. Morgens bei seiner Tasse Café fing es schon an: Er meckerte. Jedes Wort das über seine Lippen kam war negativer Natur. Mit Vorliebe zerpflückte er die tagespolitischen Geschehen oder aber andere Menschen und deren Lebensstil.  

Er war auch immer bestens darüber informiert, wie viel die Kollegen verdienten und wer ev. eine Zulage erhielt. Wie hart oder fleißig jemand arbeitete, interessierte ihn dabei nicht. Er hielt es generell für eine Frechheit wenn andere mehr verdienten als er. Ob es aufgrund deren Leistungen gerechtfertigt war oder nicht, machte für ihn keinen Unterschied.

Eines Tages machte ihm seine Vorgesetzte einen Vorschlag: Er würde einen neuen Aufgabenbereich bekommen, könnte sich dort einarbeiten und auch etwas aufbauen. Das wäre eine gute Chance für ihn einen verantwortungsvollen Bereich zu übernehmen. Seine Antwort war: „Wenn ich das annehme, dann möchte ich das mein Gehalt aufgestockt wird und ich eine Zulage bekomme – sonst mache ich es nicht.“

Er wollte also VOR erbrachter Leistung eine Belohnung haben. Warum sollte seine Vorgesetzte ihm mehr zahlen, wo er doch zu jenen gehörte, die täglich als erster Feierabend machten und den halben Arbeitstag vertrödelten. Sie gab ihm eine Chance sich zu verbessern. Zeigen zu können was in ihm steckte um dann auch ein höheres Gehalt zu rechtfertigen. Er sah die Chance sich beweisen zu können nicht.

Er blieb weiter verhaftet in seinem Bild der Ungerechtigkeit: Die anderen verdienen mehr als ich. Er reflektierte nicht über sein Verhalten und sein fehlendes Engagement. Er wollte sich auch nicht weiterentwickeln und verändern. Das hätte natürlich Anstrengung und Mut erfordert. Nein. Er wollte lieber weiter in seiner negativen Gedankenwelt verharren und über alles und jeden schimpfen. Die Welt als ungerecht empfinden und seinen Frust voll ausleben.

Alle anderen haben es besser als ich

Manche Menschen werden getragen von dem Gedanken, dass es andere viel besser hätten als sie selbst. Der Kollege der mehr verdient, der Nachbar der einen schöneren Garten hat oder ein größeres Auto. Die Bekannte, die sich schon wieder eine neue Handtasche geleistet hat oder zum 3. Mal dieses Jahr in den Urlaub fährt.

Ich bin mir sicher, dass ganz viele Menschen derartige Gedankengänge schon mal hatten. Und was folgt: Man redet die anderen schlecht um sich selbst besser zu fühlen:

„Der Kollege ist ja ein Schleimer und der Nachbar ein Angeber. Die Bekannte lässt sich auch von ihrem Freund aushalten, da ist es ja leicht sich so vieles zu leisten!“

Sich selbst besser und andere schlecht reden

Mit dem schlecht reden der anderen folgt auch gleich die Lobeshymne auf einen selbst: „Ich brauche den ganzen Schnick Schnack nicht. Ich muss nicht prahlen, ich lege viel mehr Wert auf die einfachen Dinge des Lebens. Ich weiß schließlich, worauf es wirklich ankommt im Leben und bin geerdet.“

Ein gutes Beispiel hierfür ist eine Person die ich auf Social Media kennengelernt habe. Sie schreibt mit Vorliebe und sehr oft Texte unter ihre Bilder, die in etwa so lauten:

„Heute poste ich mal wieder ein Bild von meinem Wohnzimmer. Wie ihr seht steht da noch immer die gleiche Vase wie letztes Mal. Ich gehöre nämlich nicht zu denen, die ständig durch die Gegend rennen um neue Deko zu besorgen. Da ist mir ja das Geld viel zu schade dafür. Es gibt viel wichtigere Dinge im Leben als ständig den neuesten Trends hinterher zu laufen und sich darin zu messen wer die neuesten Dekostücke zu Hause hat. Ich zB lege da ja viel mehr Wert auf die Familie. Ich finde es einfach nur blöd, wie sich da manche verhalten. Nein, so bin ich nicht.“ (Anmerkung: Was hier nicht steht, aber gemeint ist: Ich bin besser als ihr)

Was diese Personen selbst nicht merken ist, dass sie zwar schreiben total happy zu sein, es in Wahrheit jedoch nicht sind. Es fehlt ihnen etwas. Was genau das ist, ist ganz individuell. Manchen fehlt es an Bestätigung, manchen an Selbstwertgefühl, manchen an Selbstbewusstsein.

Ein derartiges Verhalten führt zu innerer Unzufriedenheit und Frust. Man schadet sich schlussendlich selbst damit und merkt es nicht mal. Das eigene Selbstbewusstsein wird dadurch nicht größer. Die innere Unzufriedenheit nicht kleiner.

Wer über andere schlecht redet, tut sich selbst nichts Gutes.

Eine Person, die total happy ist mit sich und dem eigenen Leben, würde nie hergehen und andere abwertend kommentieren. Sie würde sich auch nicht über andere lustig machen, mit dem Finger auf sie zeigen und sich selbst als „besser“ darstellen. 

Eine Person die glücklich ist, verbreitet Glück. Sie begegnet anderen mit Wohlwollen und Toleranz. Wir alle sind Individuen und jeder ist anders. Es gehört dazu andere so zu nehmen wie sie sind, ohne dass wir uns durch sie in unserem Selbstwert angegriffen fühlen.

Du bist du und ich bin ich

  • Du legst Wert auf eine neue Vase – ich nicht. Wir sind beide ok.
  • Ich liebe Sport – du nicht. Wir sind beide ok.
  • Du kaufst ein neues Auto – ich liebe meine Vespa. Wir sind beide ok.
  • Du fährst oft in den Urlaub – ich genieße es in meinem Garten. Wir sind beide ok.

Es ist eine seltene Gabe geworden, Menschen so zu nehmen wie sie sind. Wir kommentieren und bewerten ständig andere und merken dabei nicht, dass wir uns selbst damit schaden.

Uns fällt nicht auf, dass wir andere um Dinge beneiden, die für uns selbst gar keinen Wert haben. 

Um auf das Beispiel mit der Social-Media-Person zurück zu kommen. Warum gönnt sie den anderen nicht ihre neuen Dekostücke oder Vasen, wenn derartige Stücke – wie sie schreibt – für sie keinen Wert haben?

Warum hält sie es für notwendig sich darüber auszulassen, wenn sie doch über ihre eigene Lebensweise schreiben könnte, um so vielleicht andere zu inspirieren.

Zu innerer Zufriedenheit gelangen

Wie aber gelangt man nun zu innerer Zufriedenheit. Wie wird man glücklich mit sich und dem eigenen Leben?

Indem man aufhört sich auf andere zu konzentrieren und sich dem eigenen Leben widmet. Fragt euch:

  • Was mag ich?
  • Was bereitet mir Freude?
  • Worin bin ich gut?
  • Was hat Wert für mich?
  • Was begeistert mich?

Wenn ihr diese Fragen für euch beantwortet habt, dann könnt ihr daran gehen euer Leben dahingehend zu gestalten.

  • Wenn du zB von der veganen Lebensweise begeistert bist, dann beschäftige dich damit und entwickle wunderbare Rezepte, die dich und dein Umfeld erfreuen.
  • Wenn du zB ein Händchen für Blumen hast, oder die Welt bereisen dir Freude bereitet, dann schreib einen Blog darüber und teile deine Freude.
  • Wenn du Wert auf ein großes Auto legst, dann kauf dir eines.

„Ja, alles schön und gut, aber was ist wenn ich kein Geld habe um mir meine Wünsche und Träume zu erfüllen?“

Dies ist eine Aussage die sehr oft kommt. Ich kann es mir nicht leisten.

Ich sage dir:
Doch! Du kannst es dir leisten. Es ist nur eine Frage der Prioritätensetzung und des wirklich Wollens.

Nur mal angenommen du beantwortest o.a. Fragen damit, dass eine Übersee-Reise dich total begeistern würde und andere Kulturen kennenlernen für dich von großem Wert ist. 

Würdest du dann nicht alles dafür tun? 

Vielleicht würdest du beginnen zu sparen und seien es nur kleine Beträge im Monat. In kleinen Schritten erreicht man auch das Ziel.

Vielleicht würdest du Überstunden machen/einen 2. Job annehmen/Nachhilfestunden geben/in der Nachbarschaft Gartenarbeiten übernehmen, etc. etc. um dir etwas dazu zu verdienen. Sei kreativ. Alles ist möglich. Nichts ist ein Muss. Es geht immer nur darum, was es dir WERT ist. 

Eines ist klar:
Das zu tun, was dir wirklich wichtig ist, bringt dir Glück und innere Zufriedenheit. Es bringt dir ein erfülltes Leben. 

Du musst nicht in dem verharren, was derzeit Status Quo ist. Du hast es jederzeit in der Hand etwas zu ändern.

Beginne klein aber beständig und ende in einem glücklichen und erfüllten Selbst.

Und wenn du dich an anderen orientierst, dann nur um dich inspirieren und motivieren zu lassen.

Alles Liebe,
Kerstin

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